Was bedeutet Kryolipolyse?

Der Begriff Kryolipolyse stammt aus dem Griechischen und setzt sich wie folgt zusammen: kryos = „Frost, Eis“, λίπα lipa = „fett“ und λύσις lysis = „Lösung, Auflösung“ (Quelle: Wikipedia). In den USA wird die Kryolipolyse bereits seit Jahren erfolgreich in der Ästhetik und bei führenden Dermatologen eingesetzt.

 

Die Kryolipolyse ist ein Verfahren, mit dem man ohne invasiven Eingriff (= also ohne OP!) Fettpolster behandeln kann. Die Methode der Kryolipolyse arbeitet durch lokale Kälteeinwirkung an den Körperarealen, an denen sich Fettpolster befinden. Die Haut oder das umliegende Gewebe werden bei der Kryolipolyse nicht verletzt, sondern es werden nur die Fettzellen behandelt.

 

Diese Methode basiert auf dem Prinzip, dass Fettzellen einer Kühlung gegenüber anfälliger sind als das umliegende Gewebe. Ein Applikator wird am gewünschten Bereich angebracht, der die Fettzellen auf 3-4 Grad herunterkühlt, aber gleichzeitig Haut, Nerven, Muskeln und anderes Gewebe schützt. Bei den gekühlten Fettzellen soll auf diese Weise eine Apoptose (= kontrollierter Zelltod) ausgelöst werden. Erste Ergebnisse sind nach 4-6 Wochen (je nach Stoffwechsel etc.) zu erwarten. Durch diese innovative Behandlungsmethode entstehen – anders als bei einer Fettabsaugung – keine anschließenden Ausfallzeiten.

 

Exkurs zum geschichtlichen Hintergrund

Das Kryolipolyse–Verfahren geht auf Forschungen der Dermatologen Dr. Dieter Manstein und Dr. R. Rox Anderson vom Wellman Center for Photomedicine des Massachusetts General Hospital in Boston, einem Ausbildungskrankenhaus der Harvard Medical School, zurück. Die beiden Ärzte fanden mit ihrem Forschungsteam heraus, dass subkutane Fettzellen unter kontrollierten Laborbedingungen stärker von Kälte angegriffen werden als das umliegende Gewebe. Diesen Effekt will sich die Kryolipolyse zunutze machen.

 

Was passiert mit den Fettzellen?
Während des Verfahrens wird durch die Kälteexposition eine Apoptose der Fettzellen verursacht. Dies führt zur Freisetzung von Zytokinen und anderen Entzündungsmediatoren. In den Wochen nach dem Verfahren bauen Entzündungszellen die betroffenen Fettzellen stufenweise ab. Lipide werden langsam aus den Fettzellen freigesetzt und vom Lymphsystem zur Verarbeitung abtransportiert, ähnlich wie das in der Nahrung enthaltene Fett. Da die Lipide einen schrittweisen Abbauprozess durchlaufen, ist bei den Blutlipiden und der Leberfunktion keine gefährliche Veränderung festzustellen.

 

 

Applikator am Ziel-Areal ansetzen und mit der Kühlung beginnen
Die Fettzellen fangen an auf die Kälte zu reagieren
Nach der Behandlung sterben die Zellen biologisch ab und werden auf natürliche Weise über den Stoffwechsel abgebaut
Die Fettzellen sind entfernt!

 

Wie läuft die Behandlung ab?

Sie werden bequem auf der Behandlungsliege positioniert und im Anschluss daran wird eine gelartige Kälteschutzmembran auf die Hautzone aufgelegt. Im nächsten Schritt wird das Behandlungsareal angesaugt, die Kühlung setzt ein und es findet eine Art Vibrationsmassage statt, um das Gewebe an das Vakuum zu gewöhnen. Im nachfolgenden Schritt setzt eine konstante Minus-Temperatur-Kühlung ein, die Sie auf dem Display live verfolgen können; mit gleichbleibendem Vakuum. In den letzten Minuten wird nochmals eine Vakuum-Massagefunktion dazu geschaltet.

 

Eine Einzelsitzung dauert 70 Minuten bei einer Temperatur der Applikatoren von -8 Grad und einen Fettzelltemperatur von 3-4 Grad. Die Behandlung kann im Abstand von ca. 4-6 Wochen wiederholt werden. Unmittelbar nach der Sitzung ist die Hautzone leicht gerötet. Es können auch kleine Blutergüsse durch das Vakuum auftreten. Diese Rötung oder Blutergüsse verschwinden in der Regel nach wenigen Stunden oder Tagen, nur in seltenen Fällen hält ein Taubheitsgefühl mehrere Wochen an.  Die durch die Kälte in Mitleidenschaft gezogenen Nervenzellen brauchen Zeit zum Regenerieren. Auch die Schwellung bleibt noch ein paar Tage zu sehen. In den folgenden Tagen und Wochen brauchen meine Kunden vor allem eins: Geduld. In Folge der starken Unterkühlung entwickelt der Körper eine Pannikulitis, eine Entzündung des Unterhautfettgewebes. Das aktiviert die Immunabwehr des Körpers, Abwehrzellen transportieren die toten Fettzellen ab. In Ausnahmefällen kann es bis zu drei Monaten dauern, bis ein Effekt zu sehen ist.  
  

Welche Körperareale können behandelt werden?
Unterschiedlich große Vakuum-Applikatoren erlauben den Einsatz an verschiedenen Körperarealen:


Oberbauch, Unterbauch, Hüften, Rücken, Flanken (ungeliebte Fettpölsterchen unter dem BH – auch „Engelsflügel“ genannt), bei Männern beliebt: Schmälerung der Männerbrust, aber auch Oberschenkel Innen- und Außenseiten sowie Oberarme (die sogenannten „Winkeärmchen“ genannt).

 

Bei Behandlung der Innenschenkel empfiehlt es sich eine Wechselunterhose mitzubringen.

  

Exkurs zur Männerbrust

Die Pseudogynäkomastie beschreibt die Vergrößerung der männlichen Brust durch Einlagerung von Fettgewebe („Fettbrust“). Typischerweise entsteht sie durch eine Gewichtszunahme oder bei Adipositas. Die Pseudogynäkomastie bedarf aus medizinischer Sicht keiner Behandlung, kann jedoch starke subjektive Beschwerden hervorrufen, das Selbstvertrauen stören und zur psychischen Belastung werden. Zur Behandlung des Fettgewebes im Bereich der männlichen Brust setze ich spezielle Behandlungsaufsätze ein. Der Erfolg der Behandlung hängt immer von den individuellen Gegebenheiten, wie Stoffwechsel, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Medikamenteneinnahme etc. ab. In der Regel werden ca. 1-3 Sitzungen (à 2 Areale – linke Brust/rechte Brust) benötigt. Voraussetzung für die Behandlung der männlichen Brust ist eine medizinische Diagnose, um eine „echte“ Gynäkomastie auszuschließen. Denn während bei der Pseudogynäkomastie Fettgewebe eingelagert wird, handelt es sich bei der Gynäkomastie um eine Brustvergrößerung durch vermehrtes Wachstum von Brustdrüsengewebe. Die Gynäkomastie kann unter anderem durch hormonelle Störungen oder Medikamenteneinnahme entstehen sowie Symptom einer Erkrankung sein, so dass sie mit dem Kryolipolyse-Verfahren nicht behandelbar ist.

 

Welche Ergebnisse sind zu erwarten?
Klinische Studien legen nahe, dass das Kälteverfahren bei fachgerechter Anwendung mit einem hochwertigen, namenhaften Markengerät innerhalb von 2-4 Monaten nach der Behandlung zu einer deutlichen, messbaren Fettreduktion führen kann. Erste Ergebnisse können aber bereits nach der ersten Sitzung innerhalb von 4-6 Wochen sichtbar und messbar sein. Allgemein sagt man, dass in einer Kryolipolyse-Sitzung bis zu 30 Prozent der Fettzellen in dem behandelten Hautareal von der Kälte beeinflusst und durch Zelltod beseitigt werden. Um den Therapieerfolg zu maximieren, sollten 2-3 Einzelsitzungen durchgeführt werden. Die 2. Behandlung sollte nach 4-6 Wochen stattfinden, wenn der Körper sich bereits durch die 1. Sitzung im Fettabbaumodus befindet. Die 2. Behandlung ist dann noch effektiver, da die Fresszellen, die das Fett aus den getöteten Fettzellen abtransportieren, schon nach der 1. Behandlung produziert wurden und somit vorhanden sind. Spezifische Ergebnisse einzelner Probanden müssen jedoch weder typisch sein, noch können diese Resultate garantiert werden. Inwiefern ein Behandlungsergebnis erzielt wird und vor allem in welchem Ausmaß, ist nicht im Einzelnen vorhersehbar. Die Ergebnisse sind von Proband zu Proband unterschiedlich und müssen weder typisch sein, noch können diese Resultate zu 100% garantiert werden. Ein Garantieversprechen wird somit nicht ausgesprochen. Alle gezeigten Bilder auf meiner Homepage sind zu 100% authentisch und durch meine eigenen Behandlungen erzielt worden.

  
Welche Risiken gibt es?

Das Kryolipolyse-Verfahren gilt als schmerz- und risikoarm bei Verwendung eines hochwertigen Gerätes! Nach der Anwendung fühlt sich das Gewebe oft an wie ein festes Butterstück. Nach dem schnellen Auftauen ist die Haut gerötet und geschwollen. Durch den entstehenden Unterdruck während der Behandlung mit Vakuum kann es zu leichtem Druckschmerz, Blutergüssen und für Tage zu einem Taubheitsgefühl oder Kribbeln kommen, was aber im Alltag keineswegs zu Einschränkungen führt.

 
Was kostet die Behandlung?

Pro Behandlung mit einem der leistungsstärksten Kryolipolyse-Geräte (nicht pro Applikator!) und Sitzung kostet die Behandlung aktuell 400 EUR.

 
Was sollte vor der Behandlung beachtet werden?

Eine Woche vor der Kryolipolyse sollten Sie keine blutverdünnenden Medikamente wie z.B. Aspirin oder Marcumar einnehmen. Mindestens eine Woche nach einer Kryolipolyse-Behandlung muss auf Saunabesuche und intensive UV-Einstrahlung verzichtet werden. Nähere Informationen und Ernährungstipps zur Steigerung des Behandlungsergebnisses können Sie meinem Informations- und Fragebogen vor Ort entnehmen. Diese Punkte und insbesondere die Vor- und Nachbehandlung sowie etwaige Risiken und Nebenwirkungen werden in einem Beratungs- und Aufklärungsgespräch ausführlich besprochen. Darüber hinaus empfiehlt es sich bequeme Kleidung am Behandlungstag zu tragen.